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27000 gentechnikfreie Landwirte
Setzten CDU und CSU ihr Ende 2006 vorgestelltes Eckpunktepapier zur Novelle des Gentechnikgesetzes um, würde damit das Ende der gentechnikfreien Landwirtschaft eingeläutet. Die geplante Aufweichung des Haftungsrechts nehme die Verunreinigung aller Lebensmittel bewusst in Kauf. Damit wäre die Entscheidung für gentechnikfrei hergestellte Produkte bald nicht mehr möglich.
Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): "Für 80 Prozent der Deutschen hat Gentechnik im Essen nicht zu suchen. Die Bundesregierung muss diese Interessen zuerst vertreten und nicht die jener Unternehmen, die Gentechnik gegen den Willen fast aller in den Lebensmittelmarkt drücken wollen. Genfood ist ein Angebot ohne Nachfrage, das muss auch die Industrie endlich zur Kenntnis nehmen."
Deutschland müsse sich das Vorbild Österreichs zu Eigen machen. So würden in der Steiermark Landwirte entschädigt, wenn die Verunreinigung ihrer Ernten das erlaubte Maximum von 0,1 Prozent überschreitet.
Thomas Dosch, Präsident von Bioland: "Wenn Gen-Mais auskreuzt, unterscheidet er nicht zwischen biologisch oder konventionell angebauten Pflanzen. Deshalb ist der Widerstand gegen die Agro-Gentechnik ein gemeinsames Anliegen von ökologischer und konventioneller Landwirtschaft. Hier haben alle Bauern gleiche Ziele. Wir brauchen ausreichende Abstände zu den Gentech-Feldern und weitere Auflagen für die gesamte Produktionskette, damit es zu keiner gentechnischen Verunreinigung kommt. Gentech-Flächen müssen flurstückgenau öffentlich gemacht werden, dazu ist ein transparentes Standortregister unbedingt erforderlich. Für die Tests auf Verunreinigungen müssen die Verursacher aufkommen, also die Forschungsinstitute und Gentechnik-Firmen."
Quelle: http://www.gentechnikfreie-regionen.de
