David Deutsch: "Die Welt ist bizarr"
David Deutsch, geboren 1953 in Israel, gilt derzeit als einer der führenden Köpfe auf dem Gebiet der Quantencomputer. Er prägte den Slogan "Die Welt ist bizarr" in einem vielbeachteten Interview, das im Spiegel ( Ausgabe Nr. 11, 14. März 2005) unter dem Titel Die Welt ist bizarr veröffentlicht wurde (Online-Artikel: Der Spiegel, Mirror 1, 2, 3).
Deutsch studierte Mathematik und Physik in Cambridge, Oxford und Austin und ist derzeit Inhaber eines Lehrstuhls an der Universität Oxford. Er erhielt den Dirac-Preis 1998 für seine Arbeiten zum Quantencomputer, u. a. darüber, wie diese Maschinen durch Quantenlogikgatter realisiert werden könnten. Zusammen mit Roger Penrose und John Wheeler veröffentlichte er mehrere Arbeiten.
Aus dem Doppelspaltexperiment der Quantenmechanik zieht Deutsch den Schluss, dass parallele Universen sehr konkret unser Universum beeinflussen, z. B. die Intensitätsverteilung der Photonen im Doppelspaltexperiment, wo einzelne Teilchen ohne sichtbare Wechselwirkungspartner ein Interferenzmuster erzeugen. Die unsichtbaren Partner seien Teilchen anderer Universen, auch wenn diese Paralleluniversen uns ansonsten nur äußerst schwer zugänglich seien.
Seine Analyse von Zeitreisen und den damit verbundenen Paradoxa kommt zu dem Schluss, dass wir dabei zwangsläufig nicht in der Zeit, sondern auch in eines der parallelen Universen reisen würden (weil da z. B. zwei Versionen von uns wären, nämlich die, die schon da war und die, die aus der Zeitmaschine steigt).
Sein Arbeitsstil ist eigenwillig, obwohl er ein eigenes Büro am mathematischen Institut hat, arbeitet er nur von zuhause aus. In seinem Buch Die Physik der Welterkenntnis stellt er eine spannende Hypthose über eine physikalische Definition von Leben auf.
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